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Technik. Theorien. Unglaublichkeiten. Technik: Was ist wichtiger: Drehmoment oder Leistung?

Ein Motor produziert entsprechend seinem Hubraum und wie effizient er gebaut ist, ein bestimmtes maximales Drehmoment, das in Newtonmetern (Nm) angegeben wird.
Als Faustregel kann man sagen, pro 100ccm Hubraum 10 Nm Drehmoment. Wenn es etwas mehr als 10Nm sind, dann ist der Motor gut, effizient, ja sogar hervorragend gebaut. Wenn es massiv mehr als 10 Nm sind, dann verfügt der Motor über eine Aufladung (Turbo, Kompressor).

600ccm = 60Nm, in der Praxis bis 68Nm.
1000ccm = 100Nm, Praxis bis 114Nm.
1300ccm = 130Nm, Hayabusa 141Nm.
Soviel steht also mal fest.

Und dann kommt noch der Faktor Drehzahl dazu. Nm sind die Kraft, und Leistung ist, wie oft pro Sekunde diese Kraft zur Verfügung gestellt wird. Und richig, das ergibt sich aus der Drehzahl.

600er = bis zu 16.000 mal
1000er = bis zu 12.000 mal
1300er = bis zu 10.000 mal
Diese Angaben sind Anhaltswerte.

Aus Kraft (Nm) x Drehzahl (U/min) ergibt sich dann, über eine einfache Multiplikationsformel, die abrufbare Leistung.

Eine R6 bringt 120 PS, weil sie gutes Drehmoment auch noch bei sehr hohen Drehzahlen produzieren kann.

Ein Chopper der 5500 dreht, kann ruhig 180Nm haben, diese errechnen sich mit dem Multiplikator aus der niedrigen Drehzahl halt zu nicht sehr vielen PS.

Die Beschleunigung ergibt sich rein aus den PS. Der Fahrer hält dabei den Motor in seinem leistungsfähigsten Bereich (jodeljöh), um möglichst oft viele Nm über die Kurbelwelle und das Getriebe aufs Hinterrad abzuwälzen.

Egal, wieviele Nm nun da sind, und egal wie hoch die Drehzahl ist, ausmultipliziert ergibt sich ein Wert, der in etwa gleich ist bei einer
600er mit 12.000 U/min
750er mit 10.000 U/min
1000er mit 8.000 U/min
13000er mit 6.000 U/min
(Das sind wieder Anhaltspunkte)

Das Getriebe, die Verbindung zwischen Kurbelwelle und Hinterrad, hat die Aufgabe, die vom Motor produzierte Leistung sinnvoll auf den Hinterreifen zu übersetzen.

Daher sind die Übersetzungen eines kleinen Motors generell kürzer als die eines großen Motors, der mit seiner größeren PS-Leistung in Summe höhere Geschwindigkeiten zusammenbringt als ein PS-schwächerer Motor. Durch die kurze Übersetzung ist die Kraft, die der Hinterreifen auf die Straße ausübt, daher genausohoch wie bei einem Hubraumgrößeren Motorrad, das dafür etwas länger übersetzt ist.

Somit wäre auch erklärt, warum drehmomentschwache 600er recht locker mit hubraumgrößeren Geräten mithalten können. Das Getriebe ermöglicht es, den Motor im heißen Bereich seiner Leistung zu halten, und wenn die PS aufgrund einer höheren Drehzahl stimmen, stimmt auch der Zug, der am Hinterrad rauskommt.
Richtig, die Höchstgeschwindigkeit hängt auch rein von den PS ab, und nicht vom Hubraum oder dem Drehmoment. Daher wird ein 120 PS Motorrad nicht über 260 kommen, und für 300 km/h sind runde 170 PS notwendig, gute Aerodynamik vorausgesetzt.

Ein geringer Zusatzfaktor ist dann noch die Trägheit eines Motors. Der Vergleich eines 1600er 60PS Choppers mit einer 400ccm 60PS Supersport Maschine macht das klar. Die 400er wird wahrscheinlich schneller auf 100 sein als der Chopper. Nicht nur wegen des geringeren Gewichts, sondern auch deswegen, weil der 400er 60PS Motor viel schneller hochdrehen kann als der vergleichsweise sehr träge 1600er Chopper Motor. Der Trägheitsfaktor beeinflusst die Beschleunigung daher auch noch, und daher wird bei Rennmaschinen oft die Kurbelwelle erleichtert, wodurch sie noch einen Tick radikaler losdrehen kann.

Dieselmotoren wären für Motorräder in erster Linie zu schwer und vibrieren zu stark, weil sie eine Grundverdichtung von mehr als 1:20 haben. Daher sind sie für sportliche Motorräder schon gar nicht zu gebrauchen, und für Tourer trotzdem sauschwer. Von der Fahrbarkeit her wären sie möglicherweise praktisch. Das hohe Drehmoment der Dieselmotoren ergibt sich übrigens rein aus der Turboaufladung.


(8.4.2003, 16:50)

 
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