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Technik. Theorien. Unglaublichkeiten. Technik: So wird ein Formel I Motor eingefahren!

Im recht technischen Werkstatt Teil des Blumenpflücker Forums hat der Joe "SteirAIR" heute einen sehr interessanten Beitrag gepostet. Es geht ums vieldisktutierte Thema Motor einfahren. Sein Freund arbeitet bei einer Grazer Hitech Firma, wo u.a. Ferrari Formel I Motoren präpariert werden. Und auch eingefahren werden!

Vor dem ersten Mal starten wird der Motor komplett durchgewärmt. Es wird also das Öl und das Wasser über eine externe Heizung auf Temperatur gebracht. Damit automatisch auch sämtliches Metall im Motor. Dann wird erst gestartet.

Es erfolgt dann ein Lauftest auf dem dort beheimateten Formel I Prüfstand, der die Leistung eines Formel I Motors erstens aushält, und zweitens auch sehr genau messen kann.

  • Die ersten 40 KM wird nur bis maximal 25% Gas gegeben.
  • 40 bis 100 KM 40-60%
  • 100 bis 150 KM 60-80% nur sehr kurzzeitig
Bei diesen Prozedere werden schon die wichtigsten Daten der Leistung erfasst, und die Techniker erkennen ob der Motor ein guter ist. Dann kommt er runter vom Prüfstand wird komplett zerlegt und auf Druckstellen etc. untersucht.

Wieder komplettiert gehts wieder auf den Prüfstand. Nach ca. 40 KM wird der erste Vollasttest gefahren. Anschließend gibts noch ein Programm, bei dem eine Fahrt auf einer Rennstrecke von mehreren Runden simuliert wird, und ein abschließender Leistungstest. Taucht irgendwo ein Problem auf, geht das natürlich jedesmal von vorne los.

Das heißt, dass so ein Motor, der um die 800 KM halten soll, vorher schon fast 300 KM "eingefahren" wird.

So die wesentlichen Aussagen.

MotoMan's Einfahrmethode im Vergleich

Leser von KoflAIRs Blumenpflücker Seite kennen nun ja MotoMan's progressive Motor Einfahrempfehlung. Wie sieht diese im Vergleich zum Einfahrvorgang des Formel I Motors aus? Alles Schrott, oder .... ?

Na dann beginnen wir mal runterzurechnen.

Ein Formel I Motor hat 10 Zylinder á 300ccm. Jeder davon produziert rund 90 PS bei Drehzahlen von bis über 19.000 U/min. In den Zylindern des Formel I Motors brennt das Höllenfeuer.

Unsere gängigen 1000er Motorradmotoren haben 4 Zylinder á 250ccm, jeder davon leistet zwischen 35 und 40 PS, von der spezifischen Leistung her in etwa 50% des Formel I Motors, bei Drehzahlen bis knapp 12.000 U/min.

Wenn da nun die Rede ist von 40km 25% Gas. Wie schnell fahrt ein Formel I mit 25% Gas? "Nur" 250? Wieviele Minuten sind das dann wohl?
Diese Phase entspräche umgemünzt auf die MotoMan Methode dem Warmfahren des Motors. Wenig Gas, wenig Drehzahl, Motor gut durchwärmen.

Weitere 60km wird der Formel I Motor mit 40-60% Gas gefahren. Fahrt da der Formel I 280 km/h oder so? Das wärn dann so um die 15 Minuten, die dieser Vorgang dauert.
Das entspricht der 60% Gas Phase, die MotoMan für die ersten 10-15km propagiert.

Weitere 100-150km bekommt der Formel I Motor nun 60-80% Gas, wenngleich nur kurzzeitig. Wobei: 80% Formel I Gas entspricht wohl rund 160% R1 Gas, wenn man die 50%ige Leistungsfähigkeit eines R1 Motors berücksichtigt und das umrechnen wollte? Wink
Wie auch immer, diese Phase entspricht MotoMans 80% Gas Phase für Kilometer 15-70. MotoMan erlaubt gegen Ende dieser Phase auch schon kurzzeitiges Vollgas.

Somit erkennen wir alle drei Phasen von MotoMan's Methode im Einfahrvorgang des Formel I Motors wieder. Und das wohlgemerkt aus der Königsklasse des Motorenbau, wo 3 Liter Saugmotoren deutlich über 900 PS leisten. So grundlegend außergewöhnlich oder gar falsch dürfte MotoMans Einfahrmethode daher wohl nicht sein.


(10.11.2004, 15:50)


Re: Technik: So wird ein Formel I Motor eingefahren!
von steveman am 15.12.2004, 09:56
interessante geschichte. und dazu absolut wahr. schliesslich habe auch ich einen freund der bei dieser firma (darf man den namen nicht aussprechen?) arbeitet...

nun der vergleich mit dem fazermurl oder irgendeinem anderen konventionellen motor ist - nicht böse sein - nicht zulässig. der rückschluss das die brutaloeinfahrmethode dieses amis, dessen name zu unwichtig ist das ich ihn mir merke, ähnlich ist, ist falsch.

ich kenne jemanden der bei judd in england schraubt und bitte dort steht in der betriebsanleitung für neue motoren frei übersetzt: wird der motor unabhängig von seiner laufleistung gestartet bevor öl und wassertemperatur mindestens 70 gard celsius haben entstehen schwere schäden die zu leistungsverlust führen. typisch britisch. kurz und trocken. drum haben sie bei europas schnellstem tourenwagen, einem bmw mit judd v8 (fotos kann ich gerne zeigen) extra ein kühlwasserrohr durch die ölwanne verlegt, dadurch wird beim vorheizen des kühlwassers au

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Re: Technik: So wird ein Formel I Motor eingefahren!
von sprachbox am 30.03.2005, 18:14
Sehr interessant, auch der Beitrag vom Steveman.

Dazu fällt mir noch deine Einfahranleitung von der alten HP ein - der ich auch so einiges abgewinnen kann.


Für mich trifft das alles jedoch nicht zu. Weil Klein-Peter ein Schnorrer ist, wird er so schnell keinen neuen motorisierten Untersatz (wurscht ob Auto oder Motorrad) besitzen.

Daher mein Aufruf an alle Neukäufer: fährst eure Geräte g´scheid ein, damit ich danach keine Probleme hab Smile


Re: Technik: So wird ein Formel I Motor eingefahren!
von lobbo am 13.05.2005, 23:45
kann nur den vorigen Kommentaren zustimmen!

Im Grunde läuft es darauf hinaus, das F1 Motoren durch die den Entwicklern zu Verfügung stehenden Mittel, Motoren mit einer derartigen Prezession gefertigt werden das die einlaufphase drastisch verkürzt wird.

Ja sogar im PKW-Sektor werden (was ich für schwachsinnig halte), Einlaufzeiten den Kunden gegenüber "abgeschafft".
Und das wahrscheinlich um das eigene Produkt im Wettbewerb konkurenzfähiger zu machen.

Dieses Konkurenzfähiger machen geht sogar soweit, das beim neuen Astra keine Temperaturanzeige verbaut wird und zwar "um die Kunden nicht unnötig zu beunruhgen wenns mal in einem Atau bei 30 Grad ein bissl wämer wird"

Wo sind die die Zeiten hin wo noch da Papa vorm Urlaubfahren Öl und wasser kontrolliert hat?
Jetzt wird nurnoch gejammert wenn die Karre steht.
Heutzutage darf anscheinend kein Motor mehr Öl brauchen was aber ein jeder motor unweigerlich tut.
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Re: Technik: So wird ein Formel I Motor eingefahren!
von lobbo am 13.05.2005, 23:46
kann nur den vorigen Kommentaren zustimmen!

Im Grunde läuft es darauf hinaus, das F1 Motoren durch die den Entwicklern zu Verfügung stehenden Mittel, Motoren mit einer derartigen Prezession gefertigt werden das die einlaufphase drastisch verkürzt wird.

Ja sogar im PKW-Sektor werden (was ich für schwachsinnig halte), Einlaufzeiten den Kunden gegenüber "abgeschafft".
Und das wahrscheinlich um das eigene Produkt im Wettbewerb konkurenzfähiger zu machen.

Dieses Konkurenzfähiger machen geht sogar soweit, das beim neuen Astra keine Temperaturanzeige verbaut wird und zwar "um die Kunden nicht unnötig zu beunruhgen wenns mal in einem Stau bei 30 Grad ein bissl wämer wird"

Wo sind die die Zeiten hin wo noch da Papa vorm Urlaubfahren Öl und wasser kontrolliert hat?
Jetzt wird nurnoch gejammert wenn die Karre steht.
Heutzutage darf anscheinend kein Motor mehr Öl brauchen was aber ein jeder motor unweigerlich tut.
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