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Re: Technik: So wird ein Formel I Motor eingefahren!
von steveman am 15.12.2004, 09:56
interessante geschichte. und dazu absolut wahr. schliesslich habe auch ich einen freund der bei dieser firma (darf man den namen nicht aussprechen?) arbeitet...

nun der vergleich mit dem fazermurl oder irgendeinem anderen konventionellen motor ist - nicht böse sein - nicht zulässig. der rückschluss das die brutaloeinfahrmethode dieses amis, dessen name zu unwichtig ist das ich ihn mir merke, ähnlich ist, ist falsch.

ich kenne jemanden der bei judd in england schraubt und bitte dort steht in der betriebsanleitung für neue motoren frei übersetzt: wird der motor unabhängig von seiner laufleistung gestartet bevor öl und wassertemperatur mindestens 70 gard celsius haben entstehen schwere schäden die zu leistungsverlust führen. typisch britisch. kurz und trocken. drum haben sie bei europas schnellstem tourenwagen, einem bmw mit judd v8 (fotos kann ich gerne zeigen) extra ein kühlwasserrohr durch die ölwanne verlegt, dadurch wird beim vorheizen des kühlwassers auch das in der ölwanne befindliche motoröl erwärmt.

zurück zum thema. das zauberwort beim einfahren heisst mikrogeometrie. und wenn unser freund aus dem land der indianer wirklich glaubt das späne aus dem einlaufvorgang durch die kurbelgehäuseentlüftung gesaugt werden, dann kann ich nur lachen, denn ich kenne kein motorrad wo nach dem einfahren der luftfilter getauscht wird weil späne aus de motor drinnen sein könnten. jeder motorenbauer wird euch fragend ansehen. egal, das kriterium bei neuen motoren ist wie gesagt die tatsache das sich kolben, laufbuchsen, ringe bei jeder anliegenden temperatur unterschiedlich ausdehnen. das ist fast der einzige grund warum man motoren überhaupt einfährt.
f1 motoren sind hinsichtlich der ausdehnung der bauteile hin, schwer optimiert. geld spielt dort weniger eine rolle als bei einem serienmurl. die toleranzen sind so niedrig gewählt das der zusammengebaute motor dem blueprint 1:1 entspricht.

alles umstände die auf einen serienmurl nicht zutreffen. von feinwuchtung will ich gar nicht sprechen. weiters lassen sich in jedem sereinmotor wenn er neu ist gefährliche rückstände von der herstellung nachweisen. als da sind: späne aller möglicher herkunft und vor allem quarzsand aus dem giessprozess. glaubt ihr nicht? na dann den ölfilter beim 1000er service aufschneiden und wissenschaftlich untersuchen lassen...

richtiges einfahren ist mehr verständnissache als gefühlssache...

das die motoren nach der ami-brutalmethode mehr leistung haben ist richtig und kann auch begründet werden. die kolbenringe werden durch die brutalmethode schneller an die geometrisch unpassenden laufbuchsen angepasst. dies aufgrund der durch die höheren drücke mehr an den zylinder angepressten kolbenringe. vor allem im bereich des OT werden so mikroskopische ungeometrien schneller abgehobelt.

um das ganze abzukürzen: ja, dermaßen eingefahrene murln haben definitiv mehr leistung. diese liegt je nach modell im bereich bis maximal 3 bis 4 prozent.

aber: die laufleistung wird bei so eingefahrenen motoren belegbar niedriger liegen, jedenfalls aber werden solche motoren früher mehr öl brauchen als korrekt eingefahrene pendants. das dies erst ab ca. 40000km eine rolle speilt mag die brutalmethode rechtfertigen, da viele ihre räder ja viel früher wieder verkaufen.

nun noch die steveman'sche empfehlung zum einfahren neuer oder geschliffener motoren (geschliffene sind sehr heikel). mineralöl 10/40 oder das serienmässig eingefüllte öl verwenden. kein synthetisches!

motor starten und im leerlauf 20 sekunden drehen lassen, dann sorgfältig warmfahren. besser länger um sicherzugehen das das öl warm ist.
dann einfach normal fahren, viel schalten und hohe dauerdrehzahlen vermeiden. die vorgeschriebene höchstdrehzahl (von z.B. 6000 bei der tuono) während der ertsen hundertkilometer einhalten, danach ruhig auch kurzzeitig höher drehen. alle 100km die drehzahl ein wenig steigern. ab 800km auch schon mal an den roten drehen, danach short shiften also gleich zwei, drei gänge höher schalten und die drehzahl fallen lassen. nicht untertourig fahren.

und das wichtigste: den motor nie ganz auskühlen lassen. also rauf auf den bock und fahren, fahren, fahren... es gibt nichts das schädlicher ist als ein kaltstart. nach 1000km das erste service durchführen. dabei darauf achten das wieder 10/40er mineralöl in den motor kommt. die nächsten 1500km eher zügig und auch ab und zu mit wirklich brutalen drehzahlen fahren ruhig einmal ein paar meilen im renntempo zurücklegen. nach spätestens 5000km auf der uhr auf vollsynthetisches öl umsteigen. immer moderat warmfahren und niemals untertourig fahren....

ihr werdet sehen, dann schnurrt der murl und ob der nun drei ps mehr oder weniger hat ist auf der strasse völlig sekundär...

amen
greets
steveman


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